Das passende Trekkingzelt
Aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Für eine Wander- oder Radtour mit Übernachtungen brauchst du ein Zelt, das leicht ist, schnell steht und Wind und Regen aushält. In den Niederlanden kommt dazu, dass es oft feucht ist und der Boden zwischen Sand und Wiese wechselt.
Gewicht und Packmaß
Ein Trekkingzelt für eine Person wiegt meist zwischen einem und zwei Kilogramm, für zwei Personen etwas mehr. Jedes Gramm merkst du auf dem Rücken, aber die leichtesten Zelte sind oft auch die empfindlichsten. Für die meisten Touren ist ein Zweipersonenzelt um die zwei Kilogramm ein guter Kompromiss, auch wenn du allein unterwegs bist: Du hast dann Platz für Rucksack und nasse Sachen.
Bauform und Wind
- Tunnelzelte sind leicht und geräumig, müssen aber gut abgespannt und mit der schmalen Seite in den Wind gestellt werden.
- Kuppelzelte stehen auch ohne viele Heringe und sind auf festem Boden praktisch. Bei starkem Wind sind sie stabil, wenn sie gekreuzte Stangen haben.
- Zelte mit Trekkingstöcken als Gestänge sparen Gewicht, brauchen aber Übung beim Aufbauen und gute Abspannung.
An der Küste und auf offenen Heideflächen ist die Windstabilität wichtiger als jedes andere Merkmal. Im Wald ist das weniger entscheidend.
Wasserdicht und Kondenswasser
Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasserdruck der Stoff aushält. Für das Außenzelt reichen in der Regel 2.000 bis 3.000 Millimeter, der Boden sollte mehr haben, weil du darauf kniest und liegst. Wichtiger als die Zahl ist die Verarbeitung: verklebte Nähte und ein Außenzelt, das bis nah an den Boden reicht.
In den Niederlanden ist die Luft oft feucht, nachts bildet sich viel Kondenswasser. Ein doppelwandiges Zelt mit Lüftungsöffnungen ist deshalb fast immer die bessere Wahl als ein einwandiges. Lass die Lüftungen auch bei Regen offen.
Apsis und Eingang
Eine Apsis ist der überdachte Raum zwischen Innen- und Außenzelt. Dort stellst du Schuhe und Rucksack ab und kochst bei Regen. Ein Zelt mit zwei Eingängen ist zu zweit sehr angenehm, weil keiner über den anderen klettern muss.
Heringe
Die Heringe, die beim Zelt dabei sind, passen selten für alle Böden. Für Sand, wie in den Dünen oder in den Flugsandgebieten von Nordbrabant, brauchst du breite V- oder U-Heringe. Für Wiesen und Waldboden reichen leichte Aluminiumheringe. Nimm ein paar mehr mit als nötig. Mehr dazu steht im Beitrag zur Campingausrüstung.
Farbe und Rücksicht
Auf Trekkerwiesen und Naturcampingplätzen fallen gedeckte Farben wie Grün, Grau oder Sand weniger auf als knallige. Das ist eine Frage der Rücksicht auf die Landschaft, gerade in Naturgebieten. Welche Übernachtungsplätze es für Wanderer gibt, erklären wir im Kapitel Wandern und Trekking.
Was du außer dem Zelt einpacken solltest, findest du in der Packliste.