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Camping in den NiederlandenProvinzen, Plätze und Wege

Camping in Flevoland

Aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Flevoland ist Land, das es vor hundert Jahren noch nicht gab. Die Provinz liegt auf trockengelegtem Meeresboden der früheren Zuiderzee, und genau das macht sie zu einem ungewöhnlichen Reiseziel.

Holzsteg durch Schilf zu einer Vogelbeobachtungshütte in den Oostvaardersplassen
Steg zur Beobachtungshütte in den Oostvaardersplassen. Foto: Dominicus Johannes Bergsma, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Hauptstadt
Lelystad
Provinz seit
1986
Nationalpark
Nieuw Land
Gut für
Wassersport an den Randmeeren, Vögel, Radfahren

Land aus dem Meer

Nach dem Bau des Abschlussdeichs wurde ein Teil der ehemaligen Zuiderzee in mehreren Schritten eingedeicht und leergepumpt. Zuerst fiel der Noordoostpolder trocken, später Ost- und Süd-Flevoland. 1986 wurden die Polder zur zwölften Provinz. Die Landschaft ist entsprechend: schnurgerade Straßen, große Felder, Windräder, Pappelreihen und Städte, die am Reißbrett geplant wurden, wie Lelystad oder Almere.

Oostvaardersplassen und Nieuw Land

Zwischen Lelystad und Almere liegen die Oostvaardersplassen. Das Gebiet war eigentlich für Industrie vorgesehen, blieb dann aber nass und entwickelte sich von selbst zu einem riesigen Sumpfgebiet. Heute ist es Teil des Nationalparks Nieuw Land und berühmt für seine Vögel, darunter Seeadler, Löffler und Silberreiher. Von Beobachtungshütten aus kannst du stundenlang zuschauen. Einige Wanderwege führen am Rand entlang, das Innere ist großteils geschützt.

Baden an den Randmeeren

Zwischen dem Polder und dem alten Festland liegen schmale Seen, die Randmeere, etwa das Veluwemeer und das Wolderwijd. Das Wasser ist flach und im Sommer schnell warm, deshalb sind die Ufer bei Familien beliebt. Hier gibt es Campingplätze mit eigenem Strand, Surfschulen und kleinen Häfen. Für Kinder ist das oft angenehmer als die Nordsee mit ihren Wellen und Strömungen.

Urk und Schokland

Urk war früher eine Insel in der Zuiderzee und liegt heute am Rand des Noordoostpolders. Der Ort hat sich seinen Charakter als Fischerdorf bewahrt, mit engen Gassen und einem Hafen, der noch immer von Fischern genutzt wird. Ganz in der Nähe liegt Schokland, eine ehemalige Insel mitten im Ackerland. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe und zeigt anschaulich, wie sich das Land hier verändert hat.

Für wen sich Flevoland lohnt

Für Vogelfreunde, Familien mit kleinen Kindern und alle, die neugierig auf das Thema Landgewinnung sind. Von hier aus sind auch die Veluwe in Gelderland und Amsterdam in Nordholland schnell erreichbar. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, findet Hinweise in unserem Beitrag zum Camping mit Auto und Wohnmobil.

Mehr Hintergrund zur Provinz: Flevoland bei Wikipedia.