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Camping in den NiederlandenProvinzen, Plätze und Wege

Camping in Groningen

Aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Groningen ist die Provinz für Leute, die Platz mögen. Wenige Ferienparks, viel Himmel, Deiche, Warften und eine Küste, an der das Wattenmeer bei Ebbe bis zum Horizont trocken fällt.

Wattwanderer bei Pieterburen auf dem trockengefallenen Wattboden
Wattwandern bei Pieterburen: nur mit Führung und nach Gezeitenplan. Foto: Marieke78 at Dutch Wikipedia, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Hauptstadt
Groningen
Landschaft
Marschland, Warften, Wattenmeerküste
Nationalpark
Lauwersmeer
Gut für
Ruhe, Radtouren, Vogelbeobachtung, Wattwandern

Wie Campen hier aussieht

Wer an Holland-Camping denkt, hat meist Dünen und volle Strandplätze im Kopf. In Groningen ist das anders. Die Küste ist hier Wattenmeerküste ohne Badestrand, dafür mit Deichen, Salzwiesen und Schafen. Die Campingplätze sind meist klein, viele liegen auf dem Land bei Bauernhöfen oder an kleinen Seen. In der Hauptsaison bekommst du hier oft noch kurzfristig einen Platz, wenn in Zeeland längst alles ausgebucht ist.

Die Stadt Groningen selbst ist eine lebhafte Studentenstadt mit vielen Fahrrädern und einer schönen Altstadt. Für einen Tagesausflug vom Campingplatz aus reicht sie gut, mit Bus oder Rad kommst du von vielen Orten der Provinz bequem hinein.

Lauwersmeer und Wattenmeer

Im Nordwesten liegt der Nationalpark Lauwersmeer. Das Gebiet war früher eine Meeresbucht, die Lauwerszee, und wurde Ende der 1960er-Jahre abgedeicht. Heute ist es ein Mosaik aus Wasser, Schilf, Grasland und jungem Wald. Für Vogelbeobachter ist das Lauwersmeer eines der besten Ziele im Land, im Herbst rasten hier riesige Gänseschwärme. Am Rand liegen Campingplätze, Bootsanleger und kleine Häfen wie Zoutkamp. Von Lauwersoog fährt die Fähre nach Schiermonnikoog, das allerdings schon zur Provinz Friesland gehört.

Bei Pieterburen beginnt das Wattwandern. Die geführten Touren gehen je nach Strecke über den Meeresboden bis zu den vorgelagerten Inseln. Auf eigene Faust solltest du das nicht versuchen: Priele füllen sich mit der Flut schneller, als man denkt. Mehr dazu steht im Beitrag über sichere Wandertouren.

Pieterpad und Hünengräber

In Pieterburen startet auch der Pieterpad, der bekannteste Fernwanderweg der Niederlande. Er führt quer durchs Land bis nach Limburg. Die ersten Etappen laufen durch Groninger Dörfer mit Kirchen auf Warften, das sind künstliche Hügel, auf denen die Menschen früher vor Sturmfluten sicher waren. Wie man so eine Strecke plant, erklären wir unter Wanderabenteuer planen.

Im Süden der Provinz, nahe der Grenze zu Drenthe, liegen zwei der insgesamt 54 niederländischen Hünengräber, bei Noordlaren und Glimmen. Wer mehr davon sehen will, fährt ein paar Kilometer weiter nach Drenthe.

Bourtange und der Südosten

Ganz im Südosten, direkt an der deutschen Grenze, liegt die Festung Bourtange. Das sternförmige Festungsdorf wurde rekonstruiert und ist ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem mit Kindern. Die Region Westerwolde drumherum ist bewaldet und eher hügelig, mit Heide und kleinen Bächen. Hier findest du Naturcampingplätze und Trekkerhütten, die gut zu einer Radreise passen.

Für wen sich Groningen lohnt

Groningen passt zu dir, wenn du Ruhe suchst, gern Rad fährst und mit Wind und Weite etwas anfangen kannst. Familien mit kleinen Kindern finden an den Seen gute Plätze. Wer dagegen Strandleben und Animation erwartet, ist in Nordholland oder Zeeland besser aufgehoben.

Mehr Hintergrund zur Provinz: Groningen bei Wikipedia.