Camping mit Auto, Wohnwagen und Wohnmobil
Aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Die meisten Camper kommen mit dem eigenen Fahrzeug in die Niederlande. Die Regeln sind ähnlich wie in Deutschland, aber ein paar Unterschiede solltest du kennen, bevor du losfährst.
Tempolimits
Auf niederländischen Autobahnen gilt tagsüber zwischen 6 und 19 Uhr in der Regel 100 km/h. Abends und nachts ist auf manchen Abschnitten mehr erlaubt, das steht dann auf den Schildern. Innerorts gilt 50 km/h, in vielen Wohngebieten 30.
Für Gespanne mit Wohnwagen gilt auf Autobahnen höchstens 90 km/h, wenn der Anhänger nicht schwerer als 3,5 Tonnen ist. Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen sind es 80 km/h. Wohnmobile bis 3,5 Tonnen dürfen so schnell fahren wie Autos. Die Polizei kontrolliert häufig, und Bußgelder sind deutlich höher als in Deutschland.
Maut und Tunnel
Eine allgemeine Autobahnmaut gibt es nicht. Bezahlen musst du nur für einzelne Bauwerke, vor allem den Westerscheldetunnel in Zeeland. Für Gespanne und große Wohnmobile ist der Tarif höher als für Autos.
Umweltzonen
Mehrere Städte, darunter Amsterdam, Utrecht, Den Haag und Rotterdam, haben Umweltzonen (milieuzones). Ältere Dieselfahrzeuge dürfen dort nicht hinein, und das betrifft auch Wohnmobile. Welche Abgasnorm wo gilt, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Prüf das vor der Fahrt auf der offiziellen Seite milieuzones.nl, dort kannst du dein Kennzeichen eingeben. Meist ist es ohnehin einfacher, das Fahrzeug am Campingplatz oder auf einem P+R-Parkplatz stehen zu lassen.
Stellplätze und Campingplätze
Für Wohnmobile gibt es neben Campingplätzen auch Stellplätze (camperplaatsen), oft bei Häfen, Bauernhöfen oder am Ortsrand. Sie sind einfacher und meist für ein bis drei Nächte gedacht. Viele Campingplätze haben eigene Plätze für Wohnmobile mit Ver- und Entsorgung. Für längere Aufenthalte ist der Campingplatz die bessere Wahl, für eine Rundreise reichen oft Stellplätze.
Verkehr: worauf du achten solltest
- Radfahrer sind überall, auch auf Straßen ohne Radweg. Beim Rechtsabbiegen immer doppelt schauen.
- Haifischzähne: Weiße Dreiecke auf der Fahrbahn bedeuten, dass du Vorfahrt gewähren musst.
- Rechts vor links gilt auch für Radfahrer, die von rechts kommen.
- Parken in den Städten ist teuer. In blauen Zonen brauchst du eine Parkscheibe.
Fähren zu den Inseln
Wer mit Auto oder Wohnmobil auf eine Insel will, muss die Fähre reservieren. Auf Vlieland und Schiermonnikoog dürfen Gäste gar kein Auto mitnehmen, dort fährst du mit Rad und Gepäck hinüber. Für Texel und Ameland ist das Auto erlaubt, Wohnmobile kosten je nach Länge mehr. Mehr zu den Inseln steht bei Friesland und Nordholland.
Tanken
Kraftstoff ist in den Niederlanden in der Regel teurer als in Deutschland. Wer aus Deutschland anreist, tankt deshalb meist kurz vor der Grenze voll. Ladesäulen für Elektroautos gibt es dagegen in großer Zahl, auch auf vielen Campingplätzen.
Wie du einen passenden Platz findest, steht unter Campingplatz auswählen.