Campingausrüstung für Holland
Aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit
Camping in den Niederlanden heißt meistens: Wind, Sand und ab und zu Regen. Mit der richtigen Ausrüstung macht das nichts aus. Ohne sie kann eine Nacht an der Küste sehr lang werden.

Zelt und Abspannung
An der Küste ist die Abspannung wichtiger als das Zelt selbst. Spann jede vorgesehene Leine ab, auch wenn es beim Aufbau windstill ist. Am Nachmittag frischt der Seewind oft auf. Stell das Zelt mit der schmalen, niedrigen Seite in den Wind und den Eingang auf die windabgewandte Seite.
Für Sandböden brauchst du lange, breite Heringe, sogenannte Sandheringe. Die dünnen Standardheringe, die bei den meisten Zelten dabei sind, halten im Dünensand kaum. Auf festem Gras und Lehm im Binnenland reichen dagegen normale Stahlheringe. Ein Gummihammer gehört in jedem Fall dazu. Mehr zur Wahl des Zelts für längere Touren steht im Beitrag zum Trekkingzelt.
Windschutz
Auf niederländischen Campingplätzen siehst du überall Windschutzwände aus Stoff, das windscherm. Es ist kein Luxus, sondern macht den Unterschied zwischen einem gemütlichen Abend vor dem Zelt und Flucht ins Auto. Achte darauf, dass die Stangen stabil sind und das Windscherm sich gut abspannen lässt.
Regen
Regen kommt in den Niederlanden oft schnell und geht auch schnell wieder. Ein Tarp oder Vordach, unter dem man kochen und sitzen kann, ist sehr praktisch. Dazu gehören eine gute Regenjacke und für Radtouren eine Regenhose. Gummistiefel oder wasserfeste Schuhe sind auf nassen Wiesen am Morgen angenehm.
Schlafen
Eine Isomatte oder Luftmatratze mit guter Isolation ist wichtiger als ein dicker Schlafsack. Wer Luftmatratzen nutzt, sollte eine Decke darunterlegen, weil die Luft in der Matratze sonst nachts auskühlt. Für Kinder lohnt sich eine Wärmflasche.
Kochen, Gas und Strom
Viele Plätze erlauben Gaskocher, offene Feuer aber oft nicht. Bei Trockenheit gilt in manchen Regionen ein generelles Feuerverbot. Deutsche Gasflaschen werden in den Niederlanden in der Regel nicht getauscht, nimm also genug Gas mit oder kläre vorher, ob der Platz Kartuschen verkauft.
Für Strom am Stellplatz brauchst du ein Kabel mit CEE-Stecker (blau, dreipolig) in ausreichender Länge, auf vielen Plätzen sind 25 Meter sinnvoll. Wickle die Kabeltrommel ganz ab, damit sie nicht heiß wird.
Rad und Kleinkram
Fast jeder Campingplatz in den Niederlanden liegt an einem Radweg. Ein Fahrrad mitzunehmen oder vor Ort zu leihen, lohnt sich fast immer. Dazu ein gutes Schloss, denn Fahrraddiebstahl kommt in Städten häufig vor.
Was sonst in den Rucksack gehört, wenn du zu Fuß unterwegs bist, steht in der Packliste fürs Wanderabenteuer. Für die Wahl des Platzes hilft dir der Beitrag Campingplatz auswählen.